35 Jahre Hofleben 1975 - 2010

Im Jahre 1975 startete der Dortmunder Künstler Hans-Norbert Diehl als Johnny, der letzte Freiherr von Stockhausen, auf seiner Burg in Westfalen  das Projekt “Hofleben”, welches zugleich das erste bundesdeutsche “Mittelalterlich Spectaculum” beinhaltete. Hofleben ist eine Live-Performance, in der es wohl Gäste, aber keine Zuschauer gibt.

Hofleben wurde in der langen Zeit seines Bestehens zum Gründervater zahlreicher Initiativen, Vereine und Unternehmungen in ganz Deutschland.
Hofleben gab und gibt richtungsweisende Impulse in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens. (z.B. Macrobiotik, UWS-Papier etc.) U.a. auf Burg Stockhausen trafen sich die Initiativen, aus denen 1980 die “Grünen” hervorgingen.

Die “Backwahn”-Gemeinschaft
lieferte biologisches Obst, Brot
und Getreide

Johnny mit Schäferhündin Inka 1976 im Obstgarten der Burg Stockhausen

Wasserschloß Ockstadt, Nord-West-Turm mit
Bühnenwagen “Ol’ Silly”
der historischen Wanderbühne “Gaukelschaukel

In den 80er Jahren bis in die 90er Jahre wirkte Johnny als “Markgraf zu Ockstadt und Westerhaus” in Westfalen, Hessen und Berlin.

Mit der Wanderbühne “Gaukelschaukel” im Stil der vergangenen Jahrhunderte schrieb er gemeinsam mit seinem Partner Peter “Teddie” Schneising einzigartige deutsche Theatergeschichte (
www.johnny-b-good.de)

Schloß und Gut Westerhaus a.d.Ruhr

1998 erwarb Johnny das Schloß Posseck im Vogtland und gründete dort das “Haus der inneren Werte”

Schloß Posseck
im Vogtland

Hofbarden
Otto & Bernelli

Johnnys Lieblingskind aber war wegen dessen schlichten Charmes, seines Bezuges zu den Wurzeln der menschlichen Gesellschaft, wegen seines primitiven aber immer wirksamen Potenzials zur Befriedigung der existenziellen Grundbedürfnisse, seiner romantischen Poesie und Ausdrucksformen und nicht zuletzt wegen seiner großen Anziehungskraft auf die Bevölkerung von Beginn 1975 an das “Mittelalterlich Spectaculum” in Johnnys spezieller Form des Hoflebens.

Im Juli 2004 erwirbt Johnny in Ergänzung zum Schloß Posseck die seit Jahrzehnten leerstehende, ca. 1000 Jahre alte Burg Schnarchenreuth im Landkreis Hof in Oberfranken, nahe der BAB 9, auf halber Strecke günstig zwischen München und Berlin gelegen. Seine Zielstellung ist, die Burg in Kooperation mit dem Landkreis Hof und dem Land Bayern vor dem endgültigen Verfall zu bewahren und einer gemeinnützigen Verwendung zuführen.

Zeitgleich im Jahre 2004 eröffnete Johnny sein “Herzogliches Hofkultur-Amt” in der Villa Karolina im Zentrum der nahegelegenen Stadt Hof an der Saale als Kontaktbüro für alle Interessenten und seine Fans.
Im historischen “Schloßviertel” startete er mit diversen Hofer Künstlern eine Reihe “höfischer” Aktivitäten.

Johnnys “Thronbesteigung”
im Schloßviertel
am oberfränkischen Hof
am 30.10.2004

Johnny von Schnarchenreuth
Herzog von Posseck und Westfalen

Johnny, Krieger Skelt und 
Bürgermeister Pechstein 2006
Foto: Pro Hof Magazin

Ebenfalls im Jahre 2004 gründet Johnny mit seinem Gefolge den regionalen Trägerverein “Hofleben e.V.” und entwickelt mit diesem ein eigenes Stadtmarketing-Konzept zur Förderung der regionalen Wirtschaft. 2005 folgt das erste neuzeitliche “herzogliche Frühlingsfest”, 2006 initiiert er gemeinsam mit Stadträtin Ingeburg Buchta und Kulturamtsleiter Peter-Michael Tschoepe das erste Hofer mittelalterlich Spectaculum auf der Burgruine Hofstein im Park Theresienstein oberhalb der Saale.

Burg Hofstein

Ein Jahr später, Ende 2007 erwirbt Johnny die historische Halunkenburg aus dem Jahre 1230, mit einem Anteil der ebenso alten Stadtmauer und überträgt diese wie Burg Schnarchenreuth dem Verein Hofleben e. V. Johnny legt selbst mit Hand an, gestaltet die Fassade nach eigenem Entwurf und rekonstruiert die mittelalterliche “schwarze Küche” im gotischen Haus.

Halunkenburg / Hof

Hier und mit ihm fing alles einmal an:
Burg Stockhausen in Westfalen und Johnny
photographiert von Regina Terra

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